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Klimawandel Wahrheit

Unstrittig ist die Tatsache, dass wir in einer Zeit der globalen Erwärmung leben. Innerhalb von einhundert Jahren ist die Durchschnittstemperatur der unteren Atmosphäre um mehr als 0,7 Grad angestiegen und das letzte Jahrzehnt war das wärmste, das jemals gemessen wurde. Soweit sind die Fakten klar belegbar und werden nicht ernsthaft bestritten. Weniger sicher sind jedoch Aussagen hinsichtlich der Ursachen dieser Erwärmung. Die Hypothese, diese Erwärmung sei anthropogen, also vom Menschen verursacht, lässt sich nicht mit gleicher Sicherheit beweisen. Dies liegt an einem der Grundprinzipien der Naturwissenschaften, demzufolge jede wissenschaftliche Aussage experimentell überprüfbar sein muss.

Da es natürlich nicht möglich ist mit Sicherheit festzustellen, wie sich das Erdklima in den letzten einhundert Jahren ohne menschliche Einflüsse entwickelt hätte, bleiben diesbezügliche Aussagen mit einer Unsicherheit behaftet. Diese wird von Wissenschaftlern auch in keiner Weise bestritten. Der Weltklimarat hat es zunächst als „wahrscheinlich“ bezeichnet, dass die Klimaerwärmung menschlichen Ursprungs ist. Mittlerweile lautet die Einschätzung „sehr wahrscheinlich“ und dürfte damit an der oberen Grenze dessen liegen, was Naturwissenschaften wegen der genannten prinzipiellen Einschränkung überhaupt zu dieser Diskussion beitragen können.


Natürliche Ursachen für den Klimawandel?

Kritiker verweisen darauf, dass auch natürliche Ursachen für den gemessenen Temperaturanstieg verantwortlich sein können. Hingewiesen wird auf die so genannte „Mittelalterliche Warmzeit“ am Ende des ersten Jahrtausends, in der ein vergleichbarer Temperaturanstieg zu verzeichnen war. Ein Beweis für den damaligen Temperaturanstieg ist beispielsweise die um 200 Höhenmeter angestiegene Grenze der landwirtschaftlichen Nutzung von Gebirgsregionen. Währen diese Zeit erhielt auch Grönland seinen Namen, der übersetzt „Grünland“ bedeutet. Offenbar war Grönland in dieser Periode eisfrei und wurde besiedelt. Die Existenz dieser Warmperiode ist weitgehend unumstritten. Diskutiert wird, ob die damaligen Ursachen andere waren als heute.


Als natürliche Ursache kommt im Wesentlichen nur die Sonnenaktivität in Frage. Es mag auf den ersten Blick überraschen, dass die Strahlung der Sonne entscheidend davon abhängen soll, wie aktiv die Sonnenoberfläche ist, da diese Aktivitäten im gesamten Energiehaushalt der Sonne vollständig vernachlässigbar sind. Der Grund für diesen Einfluss liegt darin, dass die Korona der Sonne etwa 1-2 Millionen Grad heiß ist, während die Temperatur der Oberfläche nur etwa 5000 Grad beträgt. Die Menge ausgestoßenen Plasmas beeinflusst also die Strahlung der Sonne, weil dieses Plasma extrem aufgeheizt wird. Unstrittig ist heute daher, dass Veränderungen der Sonnenaktivität unmittelbar das Erdklima beeinflussen. Der Weltklimarat schätzt den Einfluss jedoch als gering verglichen mit dem Treibhauseffekt ein. Allerdings beruhen diese Aussagen auf Modellrechnungen, die nicht abschließend bewertet werden können. Hinzu kommt, dass in diesem Fall eine überzeugende Erklärung der Ursachen der mittelalterlichen Warmzeit fehlt.


Der Treibhauseffekt

Die dem CO2 zugeschriebene Klimaerwärmung beruht auf dem Treibhauseffekt. Darunter ist Folgendes zu verstehen: Treibhausgase lassen die kurzwellige Strahlung des Sonne weitgehend ungehindert bis zum Erdboden passieren. Dort erwärmt diese Strahlung die Erde und wird als langwellige Wärmestrahlung abgestrahlt. Diese Wärmestrahlung wird von Treibhausgasen deutlich stärker absorbiert, der Strahlung wird also der Rückweg in den Weltraum abgeschnitten. Auf diese Weise verbleibt mehr Sonnenenergie in der Atmosphäre und heizt sie auf. So weit, so richtig! Allerdings wird gerne eine Effekt unterschlagen, der als „Global Dimming“ bezeichnet wird. Schon im Jahr 2004 berichtete Spiegel Online über dieses Phänomen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,300603,00.html . Dieser Effekt beschreibt die Wirkung ebenfalls von Menschen in die Atmosphäre emittierter kleinster Teilchen (z.B. Rußpartikel). Diese halten einen Teil des Sonnenlichts fern. Hinzu kommt, dass diese so genannten Aerosole möglicherweise als Kondensationskeime für die Wolkenbildung dienen und somit einen weiteren abkühlenden Effekt aufweisen könnten. Wie stark dieser Effekt ist, kann gegenwärtig nicht abschließend beurteilt werden. Unstrittig ist, dass er existiert. Insofern ist den Kritikern der Theorie der emissionsbedingten globalen Erwärmung zuzustimmen, dass in den Medien fast ausschließlich die erwärmenden Effekte dieser Emissionen eine Rolle spielen, die abkühlenden Effekte hingegen weitgehend unerwähnt bleiben. Der erwähnte Spiegel-Artikel ist eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen von dieser Regel.



Die Motivlage

Befürworter und Gegner des anthropogenen Klimawandels verfolgen auch wirtschaftliche Interessen. Es ist müßig, sich in die Diskussion um einzelne Vorwürfe angeblicher Datenmanipulationen zu verstricken. Sicherlich stimmt, dass die Berichte des Weltklimarates nicht frei von politischer Einflussnahme sind. Richtig ist aber auch, dass die Gegengutachten meist von Ölkonzernen und den Golfstaaten finanziert werden. Vollkommene wissenschaftliche Unabhängigkeit sollte daher auf keiner der beiden Seiten angenommen werden.
Sehr viel sinnvoller ist es, den gesunden Menschenverstand zu bemühen. Nehmen wir das Beispiel der Förderung der Anschaffung emissionsarmer Autos im Steuerrecht. Diese Subventionen werden kaum beanstandet, da sie angeblich dem Klimaschutz dienen und die Förderung der Autoindustrie demnach nur ein Nebeneffekt sei. Stimmt das? Leistet jemand, der auf ein Auto mit weniger Spritverbrauch und damit weniger Schadstoffemissionen umsteigt, wirklich einen Beitrag zum Klimaschutz? Dies wäre dann der Fall, wenn das Öl, dass er in Form von Benzin weniger verbrennt, nicht an anderer Stelle verbrannt würde, sondern im Boden verbliebe. Solange die globale Nachfrage nach Öl größer als das Angebot ist, wird das mit Sicherheit nicht passieren! Jeder Tropfen Öl, den Deutschland weniger verbraucht, wird beispielsweise von China sofort auf dem Weltmarkt aufgekauft. Wer glaubt denn tatsächlich, die Verwendung des Öls erfolge in China umweltfreundlicher als in Deutschland?


Sicher kann argumentiert werden, es sei auch dann sinnvoll, mit gutem Beispiel voranzugehen, wenn eine wirklich effektive Lösung eigentlich eine weltweite Reduktion zwingend voraussetzt. Klar ist aber, dass z.B. bei der Regulierung der Finanzmärkte, wo eine solche nationale Vorreiterrolle eher wirtschaftliche Nachteile als Vorteile brächte, keine ausgeprägte Bereitschaft zu erkennen ist, dies zu tun!


Fazit

Die öffentliche Darstellung des anthropogenen Klimawandels ist nicht falsch, aber einseitig. Unstrittig ist das Vorhandensein einer nun etwa 100 Jahre andauernden globalen Erwärmung, Diskussionsbedarf besteht hinsichtlich der Ursachen. Unübersehbar ist die Vermengung ökologische und ökonomischer Interessen. Die Staaten, die besonders scharfe internationale Umweltschutzregeln fordern sind zugleich diejenigen, die über leistungsfähige Umwelttechnik verfügen und diese gerne exportieren möchten.

Kurz-URL: http://az-bericht.com/?p=16

Erstellt von an Sep 22 2010. geschrieben in Alle Artikel, Welt. Sie können allen Kommentaren zu diesem Artikel folgen unter RSS 2.0. Sie können einen Kommentar schreiben oder einen trackback setzen zu diesem Artikel

2 Kommentare für “Klimawandel Wahrheit”

  1. Unstrittig:
    Seit 1995 gibt es LEIDER keine Erderwärmung, seit 2003 wird es ZUNEHMEND kälter.

    CLIMATEGATE ist der größte Wissenschaftsskandal des Jahrhunderts.

    “In the vast majority of stations we did not see indications for a global warming of the atmosphere.”
    - H.J. Schellnhuber, Physical Review E68, 046133 (2003)

    shortnews 14.2.2010:

    “Professor Phil Jones, anerkannter britischer Klimaforscher, hat in einem Interview mit der BBC entgegen früherer Aussagen eingeräumt, dass sich das Klima auf der Erde seit 1995 faktisch nicht verändert hat.

    Jones hatte in der Vergangenheit vor der Erderwärmung gewarnt, dazu hatte er Daten präsentiert, die in seinem Büro inzwischen “verloren gegangen” seien. Diese mutmaßlich gefälschten Daten waren Bestandteil der sogenannten Hockeystick-Grafik.

    Die auf manipulierten Daten basierende Grafik sollte verdeutlichen, dass sich das Klima immer stärker erwärmt. Der Professor ruderte weiter zurück, indem er sagte, dass es schon immer globale Phasen der Erwärmung gegeben habe und deren Ursachen nichts mit dem Menschen zu tun hätten.”

  2. ” … berichtete Spiegel Online über dieses Phänomen:”

    Klimalüge ist aufgeflogen. Eine schwindende, bildungsferne Minderheit glaubt das Emissionshändler-Märchen von der CO2-Apokalypse.

    “Die Deutschen haben keine Angst mehr vor dem Klimawandel.
    Das hat eine Umfrage im Auftrag des SPIEGEL ergeben.
    Nur noch eine Minderheit von 42 Prozent fürchtet sich vor der globalen Erwärmung.”
    – DER SPIEGEL, 27.3.2010

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